Sachversicherung

Elementarschäden sind keine Randerscheinung mehr

Januar 20264 Min.

Starkregen, Hochwasser, Rückstau: Was Hausrat- und Wohngebäudeversicherung wirklich leisten — und welcher Baustein 2026 nicht mehr fehlen darf.

Die Versicherungswirtschaft hat in den letzten zehn Jahren Schadenssummen aus Naturgefahren in einer Größenordnung verzeichnet, die noch vor 20 Jahren als undenkbar galt. Allein die Flut im Ahrtal 2021 verursachte versicherte Schäden von rund 8,5 Milliarden Euro — und zeigte, dass auch Regionen ohne historische Hochwassergefahr massiv betroffen sein können.

Eine normale Wohngebäudeversicherung deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel — aber eben nicht Überschwemmung, Erdrutsch, Schneedruck oder Rückstau. Diese Risiken sind nur über den Zusatzbaustein „Elementarschäden" gedeckt. Trotz der bekannten Risiken hat ihn weniger als jeder zweite Hausbesitzer in Deutschland abgeschlossen.

Die Beiträge für den Elementarbaustein hängen von der ZÜRS-Gefährdungsklasse Ihres Grundstücks ab (vierstufige Skala der deutschen Versicherer). In den günstigen Klassen 1 und 2 kostet die Erweiterung oft nur 30 bis 80 Euro im Jahr. In Klasse 4 — direkt am Fluss oder im Hochwassergebiet — kann es Hunderte Euro kosten oder gar keinen Versicherer mehr geben.

Unsere Empfehlung: Prüfen Sie Ihre ZÜRS-Klasse, ergänzen Sie den Elementarbaustein in Hausrat- und Wohngebäudeversicherung, und kontrollieren Sie die Versicherungssumme alle drei bis fünf Jahre — Unterversicherung ist im Schadenfall der teuerste Fehler.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Empfehlung vereinbaren Sie gerne ein persönliches Gespräch.