Arbeitskraftabsicherung

Warum jeder Vierte berufsunfähig wird

März 20264 Min.

Psyche und Rücken führen die Statistik an. Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht selten — und Vorerkrankungen verteuern den Abschluss erheblich.

Laut Statistik der Deutschen Aktuarvereinigung wird etwa jeder vierte Erwerbstätige im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Hauptursachen sind psychische Erkrankungen (rund 34 Prozent der Neuzugänge), Erkrankungen des Bewegungsapparats (rund 20 Prozent) sowie Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente springt nur ein, wenn jemand auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt überhaupt keiner Tätigkeit von mehr als drei Stunden täglich nachgehen kann — unabhängig vom erlernten Beruf. Die durchschnittliche volle Erwerbsminderungsrente lag 2024 bei rund 1.000 Euro brutto. Für eine Familie ist das existenzbedrohend.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen, sobald der zuletzt ausgeübte Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr möglich ist. Entscheidend sind nicht der günstigste Beitrag, sondern saubere Bedingungen: Verzicht auf abstrakte Verweisung, sechs Monate Prognosezeitraum, weltweiter Versicherungsschutz, klare Nachversicherungsgarantien.

Wer gesund und jung ist, hat die besten Karten. Vorerkrankungen — auch scheinbar harmlose wie ein paar Sitzungen Psychotherapie — können zu Ausschlüssen, Zuschlägen oder Ablehnung führen. Eine anonyme Risikovoranfrage vor dem offiziellen Antrag ist Pflicht, kein Luxus.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Empfehlung vereinbaren Sie gerne ein persönliches Gespräch.