Die Rentenlücke ist real — und sie wächst
Das gesetzliche Rentenniveau sinkt seit Jahren. Wer 1985 geboren ist, muss heute strukturell selbst vorsorgen — wir zeigen, wie viel monatlich tatsächlich nötig ist.
Das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente vor Steuern liegt aktuell bei rund 48 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens. Bis 2040 droht es ohne Reform unter die 45-Prozent-Marke zu fallen. Das heißt im Klartext: Wer heute 4.000 Euro netto verdient, erhält nach 45 Beitragsjahren eine gesetzliche Rente von etwa 1.700 Euro brutto — abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern bleiben deutlich weniger.
Die Standardrechnung der Deutschen Rentenversicherung geht von einer Versorgungslücke von 30 bis 40 Prozent des letzten Nettos aus. Für jemanden mit 4.000 Euro Netto-Bedarf im Ruhestand bedeutet das eine monatliche Lücke von 1.200 bis 1.600 Euro — über 25 Rentenjahre macht das ein Kapital von rund 360.000 bis 480.000 Euro aus, das privat aufgebaut werden muss.
Ein 40-Jähriger, der diese Lücke bis zum Renteneintritt mit 67 schließen will, muss bei einer realistischen Rendite von 5 Prozent p. a. rund 550 bis 700 Euro monatlich zurücklegen. Wer erst mit 50 beginnt, muss bereits das Doppelte sparen. Die Zeit ist der größte Hebel — nicht die Produktwahl.
Wir kombinieren in der Beratung in der Regel drei Bausteine: einen breit gestreuten ETF-Sparplan für die Renditebasis, eine geförderte Schicht (Rürup, bAV) für die steuerliche Optimierung und einen liquiden Notgroschen außerhalb des Vorsorgekorbs.
- Deutsche Rentenversicherung — Rentenniveau
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales — Rentenversicherungsbericht 2024
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Empfehlung vereinbaren Sie gerne ein persönliches Gespräch.